F.A.Z. Bücher-Podcast

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Transkript

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00:00:09: Ich kenne einige Menschen, die keine Kriminalromane lesen,

00:00:13: weil sie darin eine Zeitverschwendung

00:00:15: sehen.

00:00:16: Und wenn man einen großen Teil

00:00:17: der Krimiproduktion

00:00:18: betrachtet, mag etwas dran sein.

00:00:21: Aber dann gibt es eben immer wieder Exemplare, die das Genre bereichern, die es weiter und größer machen.

00:00:28: Diesmal, beim Jahresrückblick auf die besten Krimis des

00:00:31: Jahres-Zweißen-Fünfundzwanzig

00:00:32: geht es um Romane aus vier verschiedenen Ländern, und von sehr unterschiedlicher

00:00:37: Machart.

00:00:39: Bei mindestens einem könnte

00:00:41: man sogar

00:00:41: darüber streiten, ob er nicht besser als Literatur zu verkaufen wäre, aber das weiß man immer erst nachher.

00:00:48: In Argentinien, wo dieses Buch herkommt, schreiben manche sogenannte ernsthafte Autoren sogar bevorzugt

00:00:54: Jugendliteratur,

00:00:56: weil sie deutlich höhere Auflagen erzielt.

00:00:59: Manchmal geht es wirklich nur um das Label.

00:01:02: Ein Eindruck des Vorjahres bestätigt sich in diesem.

00:01:05: Die besten Titel kommen meist aus kleineren engagierten

00:01:08: Verlagen.

00:01:09: Man sieht ihnen die Handschrift der Verleger an

00:01:11: und manchmal betätigt sich die Verlegerin

00:01:15: sogar als Übersetzerin.

00:01:17: All das wird gleich im

00:01:19: Gespräch mit unserem

00:01:20: Krimie-Experten

00:01:21: Peter Körte zur Sprache kommen.

00:01:23: Eine Besonderheit

00:01:24: gibt es.

00:01:25: Dies ist die eine Episode

00:01:26: im Januar, die es wie jeden Monat überall dort zu hören gibt, wo es gute Podcasts gibt.

00:01:33: Wer alle Episoden hören will, an jedem Sonntag kommt bekanntlich eine neue.

00:01:37: Und wer auch alle anderen Podcasts der FHZ und alle Artikel bei FHZ.net und in unseren Erbs erreichen will,

00:01:45: kann jetzt drei Monate

00:01:46: lang für ein

00:01:47: Euro

00:01:47: im Monat FHZ Plus testen.

00:01:50: Wie das geht, sehen Sie in den Show-Notes.

00:01:54: Heute ist Sonntag der vierte Jahr Nummer,

00:01:57: ich bin Paul

00:01:57: Ingenday und ich freue mich, dass Sie dabei sind.

00:02:03: Ich begrüße jetzt Peter Körte im FAZ Bücher Podcast.

00:02:07: Lieber Peter, wir machen zum dritten Mal einen Krimi-Rückblick auf das abgelaufene Jahr und fragen uns, was die besten Kriminalromane waren.

00:02:16: Und ich sage das nochmal für alle, die das im letzten Jahr oder vorletzten Jahr nicht gehört

00:02:21: haben.

00:02:22: Du machst einmal im Monat die Krimikolumne und sichtest enorm viel.

00:02:27: Du hast vorhin den Witz gemacht, den ich jetzt einfach wiederhole, aber es ist deiner.

00:02:32: Mülltrennung, nicht Müllabfuhr.

00:02:35: Wie ist die Arbeit?

00:02:37: Also wenn du es wörtlich nehmen willst, ist sie wie folgt.

00:02:39: Ich lese schon für drei Titel, die jeden Monat in der Kolumne vorkommen, fünf bis sechs Bücher.

00:02:45: In der Regel.

00:02:46: Manchmal hat man die ersten drei, die man lesen will, sind die so gut, dass man sagt, die sind es, mit denen schreibe ich das.

00:02:51: Der Rest wird insofern sauber getrennt, als sich die guten Sachen zu Hause ins Regal stellen.

00:02:55: Die anderen bringe ich in meinen örtlichen Supermarkt und stelle sie da in das ... von Kunden für Kundenregal und ich erfreue damit andere Menschen, weil ich die nicht im Bücher schon haben will.

00:03:05: Sehr schön.

00:03:07: Und du machst es ja schon sehr lange und ich hatte jetzt bei diesem, dieser Ärmze, wenn ich es mal so nennen

00:03:12: darf, im

00:03:13: tiefen Winter den Eindruck, dass es besonders literarisch ist und ich habe mich auch sehr gefreut.

00:03:19: Du hast mir ja eine Liste geschickt von guten Titeln.

00:03:22: Und wir haben eine Auswahl daraus nochmal getroffen,

00:03:25: haben also nicht alles machen können.

00:03:27: Aber wir haben doch jetzt eine Handvoll Titel und ich fand wirklich erstaunlich literarisch, oder?

00:03:32: Es ist mir leichter gefallen als in den letzten Jahren, ganz einfach, weil die Qualität besser war.

00:03:36: Das sind so Zufälle, es gibt eben Jahre, wo du lange lange Durststrecken hast und es gibt Jahre wie dieses, wo ich dir auch noch drei andere hätte empfehlen können.

00:03:44: guten Gewissen, weil die was traugen, weil sie literarische Ambitionen haben, wo man nicht nur sagt, das ist spannend, das ist ja immer die Allerweltsfloskele gar nichts besagt, sondern an denen man klarmachen kann, dass Kriminalliteratur auch wirklich literarisch richtig, richtig gut sein

00:03:59: kann.

00:04:00: Ja, und eben wir haben hier drei sehr ungewöhnliche, jeweils gute, aber auf andere Weise gute Milieuschilderungen und Landschaft und Milieu.

00:04:10: Und das fand ich wirklich bemerkenswert.

00:04:12: Wir fangen mal an mit einem Niederländer, der schreibt sich D-Doppel-E-N.

00:04:18: Und du hast vorhin auch eine Bemerkung zu dem gemacht.

00:04:21: Der ist eigentlich ein Wassertier, wenn man alle seine Bücher beim Mare verlag, der das hier im Namen trägt, sieht.

00:04:28: Aber du hast gesagt, er kommt ja gar nicht vom Wasser.

00:04:31: Nein, der kommt aus dem schönen Städtchen Hengelo, was wir kennen, wenn wir mit dem Auto die Autobahn gefahren haben.

00:04:37: Der war Hengelo, dann immer der niederländische Vorposten oder der erste von Deutschland aus Erreichbare.

00:04:43: Aber der hat so eine Art mit diesem Nordseeküstenkosmos, der bei ihm eben wirklich von den westfriesischen Inseln reicht bis zu den holländischen friesischen Inseln.

00:04:55: Und die ganze Küste, das ist seine Welt.

00:04:57: Und das ist eine Welt, die so eigen ist, dass man sich auch nicht wundert, dass Mare, der Mareverlag, gesagt hat, das ist etwas für uns.

00:05:04: Weil es auch literarisch

00:05:05: gut ist.

00:05:06: Ja, und das ist ja schon der vierte Roman, um den Kommissar Lieve Cupido.

00:05:11: Ja, mit einem herrlichen Namen.

00:05:13: Cupido, der genauso geschrieben wird, wie wir das kennen.

00:05:16: Und also ein Mann, der einen Fall nach dem anderen zu lösen hat, auch ein älterer Mann, auch desillusioniert.

00:05:24: Der Mare-Verlag ist sehr treu mit diesem Auto, der aber auch sehr schnell produziert.

00:05:29: Ja, der hat also diese vier Bücher in einem sehr kurzen Zeitraum erschienen.

00:05:32: und unser Cupido, der natürlich als Cupido noch klarer als sehr begehren, als die Bekehine auftritt.

00:05:38: Das ist schon auch eine interessante Figur, weil er bei der Deutsch, ist erst Deutscher Kommissar bei der Bundespolizei See vor diesem Büchern, wo es sich auch nicht, dass es sowas gibt.

00:05:48: Er ist der Sohn eines niederländischen Fischers aus Texel und einer deutschen Meeresforscherin.

00:05:54: Er hat die deutsche Staatsanwendigkeit, klar, sonst wäre er nicht bei der Bundespolizei, aber er hat ein großes... plus als Kommissar, er ist selber Insulaner.

00:06:04: Das heißt, diese Wortkargen Menschen, die wer als Friesen kennen, die nicht viele Worte machen, er versteht deren Schweigen, der muss nicht drauf losreden, der erwartet auch gar nicht, dass sie ihm viel sagen, der erwartet, dass sie ihm viel Nichtigkeiten sagen, aber er ist einer der Schweigen redend machen oder

00:06:19: sprechend machen.

00:06:20: Ja, dieser Roman heißt Dilucin und er wurde als Klimazweller.

00:06:26: bezeichnet in einer Rezension, das fand ich auch sehr witzig, oder ein Klimakrimi.

00:06:31: Das heißt, der Klimawandel und die damit einhergehenden Probleme sind angekommen beim Kriminalraum.

00:06:37: Ich muss jetzt mal hart widersprechen.

00:06:40: Denn Klimathriller oder ein Klimakrimi, genau das ist es nicht, was er schreibt.

00:06:46: Das spielt eine Rolle.

00:06:47: Wir haben ein Schiff, das aus der Arktis zurückkehrt, das eben auch entsprechend den Klimawandel erforscht hat.

00:06:52: Und dann geht kurz hinter Helgoland, muss man korrekt dabei sagen, geht eine Forscherin überbaut.

00:06:58: Es ist dann unklar, ob sie sich selbst umgebracht hat oder ob es ein Unglücksfall war.

00:07:03: Und der Klimawandel, das ist das Großeidige an die Mathe ist den.

00:07:08: Der ist nicht ein Thema, das jetzt abgearbeitet werden muss in verschiedenen Stufen, mit Wikipedia-haften Erklärungen zwischendurch im Text, sondern diese Frau hat etwas erforscht und das ist präsent und wir wissen, das ist unser Gegenwart.

00:07:22: Aber da muss nichts erklärt oder erörter werden.

00:07:25: Ich konnte trotzdem was damit anfangen, weil, wie du ja sagst, das Thema wird vorausgesetzt.

00:07:31: Die Erforschnier, die Schichten im Meeresboden, die können daran irgendwie ablesen, was genau, hast du das verstanden, wenn ich mal so fragen darf?

00:07:41: Jetzt können wir ruhig aufs Record sagen, obwohl wir

00:07:43: on the record sind.

00:07:45: Hat man alles verstanden

00:07:46: davon?

00:07:47: Nein, okay.

00:07:48: Ich jedenfalls nicht.

00:07:49: Also mit einer naturwissenschaftlichen Vorbildung wäre es leistet.

00:07:50: Es geht um Bohrungen, man will die Gesteinsschichten auf dem Meeresboden prüfen, welche Tiefe was ist und kann daraus etwas entnehmen.

00:08:00: Über die Klimaentwicklung in größeren Nachstimmen, also hundert und tausende von Jahren.

00:08:04: Richtig.

00:08:05: Also so viel haben wir verstanden, das ist glaube ich das Wesentliche.

00:08:07: Er hat aber auch gar nicht die Neigung einzüberfrachten mit Wissen.

00:08:12: Und ich hatte wie du das Gefühl, man fühlt sich gleich wohl in dem Ambiente, das er beschreibt.

00:08:17: Das ist sehr stimmig und er muss keine Anstrengungen machen, das mit Leben zu füllen, schien mir.

00:08:24: Ich würde so seine Prose oder seinen Stil einfach als sehr lässig bezeichnen.

00:08:30: Es ist nicht nur der Stil, es ist auch die Komposition.

00:08:33: Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt, ohne dass das den Cliffhanger-Fetischismus hervorbrechte, sondern mit einer großen Ruhe fügen sich die Dinge zusammen.

00:08:43: Du hast den Titel genannt, die Lotzin.

00:08:46: Man wundert sich erst, warum heißt dieses Buch die Lotse?

00:08:49: Man merkt dann ganz am Ende, und das verraten wir ja natürlich jetzt nicht, warum es so heißt.

00:08:54: Und das ist so auf eine weise, auf eine lässige Weise zusammengebaut, wo ich sagen würde, das ist groß.

00:09:00: Das ist richtig große Kriminalerzählung.

00:09:02: Der weiß genau, was er tut.

00:09:04: Der weiß genau, wie er die Dinge einfädelt und kommt dann, um jetzt mal in dieser Maritimensprache zu bleiben, er kommt aber auch verlässlich in den Hafen.

00:09:13: Ja,

00:09:13: wunderbar.

00:09:15: Also ich fand das auch für mich eine Entdeckung und also ein Buch, das ich auch um der Atmosphäre willen lese.

00:09:21: Also nicht nur um das Kriminalfalles willen und du hast ja deutlich mehr an Kriminaliteratur zu lesen, als ich das habe.

00:09:28: Wir gehen mal jetzt schon weiter zu einer wirklich außergewöhnlich interessanten Autorin, nämlich Mariana Travasio.

00:09:36: Trabassio, ich spreche sie jetzt ein bisschen argentinisch, weil sie Argentinian ist, aber als kleiner Vorrede, diese Frau wurde zwei im Bundeseil des Geboren, ging dann als ganz kleines Kind mit ihren Eltern oder die Eltern mit ihr nach Brasilien, da ist sie aufgewachsen, spricht also brasilianisch, portugiesisch, hat aber als Schulzeit das Französische Lyzium

00:10:01: gehabt.

00:10:01: Das heißt, sie ist Dreisprachig.

00:10:03: Und die Dreisprachen spielen in ihrem Denken und schreiben auch eine Rolle.

00:10:07: Aber

00:10:07: als...

00:10:08: Literatursprach hat sie das spanische gewählt, ist zurück in Bundesheides und arbeitet mit ihren drei Sprachen und die haben sie auch geprägt.

00:10:16: Das Interessante an dieser Autoren, bevor wir gleich zu dem Buch selber kommen, ist, dass sie selber sich in die Tradition der argentinischen Kurzgeschichte stellt mit den großen Meistern Julio Cortázar

00:10:27: und Borges.

00:10:29: Das heißt, die kurze Form ist.

00:10:31: in Argentinien wie in keinem anderen Land der Welt ist dies heilig geradezu.

00:10:35: Und die

00:10:36: Achtung vor der kurzen Form

00:10:38: ist hoch.

00:10:39: Das übersetzt sich hier in ein hundertachtundzwanzigseitenlangen, knappen, ökonomisch erzählten Roman, der da heißt ein Mann namens Loprete.

00:10:51: Jetzt, Peter.

00:10:52: Jetzt ist die große Kunst, den Plot anzudeuten und die Atmosphäre vor allen

00:10:56: Dingen.

00:10:57: Ich möchte erst so sagen, dass sie auch Psychologin ist.

00:11:00: Das ist vielleicht nicht ganz unerheblich zu wissen.

00:11:02: Ich will jetzt... Damit nicht insinuieren, wir hätten einen psychologischen Roman vor uns.

00:11:08: Nein, wir haben einen Roman vor uns, der vielleicht auch gar nicht mal klassischer Kriminal-Roman ist, sondern der Titel führt auf die Spur, so könnte ein Italo-Western heißen oder ein Italo-Western, die wurden ja alle in Spanien gedreht, insofern passt das auch ganz gut.

00:11:26: Aber er hat auch einen sehr schönen Originaltitel, als gäbe es Vergebung.

00:11:30: Das ist natürlich eine ganz, ganz andere Zuschnitt als eine ganz andere Richtung, auch die damit angedeutet wird, als diese Italo-Western-Geschichte.

00:11:40: Aber du sagst es, es ist sehr schwer, den Plot zu erzählen.

00:11:46: Man könnte einfach sagen, fängt mal mit dem ersten Satz

00:11:49: an.

00:11:49: Die ersten zwanzig Seiten darfst du?

00:11:51: Ich sagte den ersten Satz sogar wörtlich.

00:11:52: Okay.

00:11:53: Da kommt ein mal eine Kneipsel, ich suche Peppa.

00:11:56: Und dieser Mann, das ist der Eloprete, er findet Pepe nicht, sondern liegt am nächsten Morgen tot in diesem Lokal.

00:12:05: Salonen würde man wahrscheinlich mit Italo-Western sagen.

00:12:08: Und dann entsteht eine Rache Geschichte daraus.

00:12:12: Wir haben einen Ich-Erzähler, von dem sich herausstellt,

00:12:15: dass

00:12:15: seine Eltern auch umgebracht worden sind und dass sein Dorf loszieht.

00:12:22: um Rache zu nehmen, nachdem die Angehörigen von dem Loprete das natürlich nicht haben, weil es reiche Leute sind, das nicht ungerecht bleiben lassen kann.

00:12:31: Also eigentlich sind wir zwei Rache-Gruppen, wenn man so will.

00:12:35: Erst kommen die Angehörigen von Loprete und wollen wissen, was mit ihrem verschwundenen Passiertes, den die eingebuddelt haben.

00:12:42: Und wir müssen auch gar nicht viel weitergehen als das, als zu sagen, dass eben hier ein Plot losgetreten wird, der die Gewalt entfesselt.

00:12:52: Kann man doch sagen.

00:12:53: Und ich finde auch dein Vergleich mit dem Italo-Western absolut passend.

00:12:57: Ich finde auch wichtig, dass du den wirklich herrlichen Originaltitel genannt hast, als gäbe es Vergebung, weil dir unendlich viel suggeriert.

00:13:06: Ich meine fast, man hätte es riskieren dürfen, im Deutschen den zu belassen.

00:13:11: Aber hat man nicht gewollt, wahrscheinlich, weil man es in Richtung... Spannung und Krimi schieben wollte oder was denkst

00:13:20: du?

00:13:20: Ja, man kann sich diese Empfehlung bei Amazon vorstellen, Clint Eastwood freunde.

00:13:24: Könnte dieses Buch interessiert.

00:13:26: Da stimmt natürlich so nicht, aber...

00:13:27: Unvergiven meinste.

00:13:29: Es geht in die deutsche Richtung, ist damit gewiesen.

00:13:34: Die Spanische hat etwas andere, die muss auch einräumen.

00:13:37: Das Buch hat ein Motto, das Motto stammt von Jacques Derrida und bezieht sich auf Phantome.

00:13:42: Normalerweise lese ich solche Bücher, nicht Kriminalromane, die mit einem Derrida-Zitat oder einem Derrida-Motto auf waren.

00:13:47: Aber ich habe mich hier überzeugen lassen und finde... dass es auch ein sehr, sehr passendes Motto ist, für diese Geschichte, die man sich auch nicht vorstellen darf jetzt so als kruden Realismus oder einen minimalen Realismus, sondern das Ganze hat schon etwas von einer Parabel, was auch daran liegt, dass Zeit und Ort auf eine sehr geschickte Weise unbestimmt bleiben.

00:14:11: Auch nicht weiß, es gibt mal die Erwähnung eines Traktors, aber wir haben kein Auto, wir haben keine Telefone, die Fortbewegeungsmittel der Wahl sind Pferde.

00:14:20: Und das Ganze ist so in einem mythischen Irgendwo und Irgendwann verortet.

00:14:25: und das macht sie einfach, dass es nicht gesucht oder irgendwie manäriert, sondern das ist auf eine ganz schlichte, starke Weise in Szene gesetzt.

00:14:33: Das finde ich auch so überzeugend und man hat das Gefühl, dass sie selber durch ihre Geschichte sie kennt leere Landschaften.

00:14:41: Denn Eindruck hat man ja großes Land und das gilt ja sowohl für Brasilien, wie für Argentinien.

00:14:47: Ich würde gerne, dass die Redar-Zitat dann doch nachreichen, weil es auch so schön, ja, weil es doch klingt.

00:14:52: Das heißt,

00:14:53: ein Phantom stirbt niemals.

00:14:54: Jawoll, ein Phantom stirbt niemals.

00:14:57: Sein Kommen und Wiederkommen ist das, was immer noch.

00:15:02: aussteht, das noch in Klammern.

00:15:05: Und ich gebe denen natürlich recht, dass man, wie gesagt, Derrida-Zitate vorsichtig einsetzen sollte und schon gar nicht als Vorworte zu Krimis oder als ein Motto.

00:15:15: Aber hier... Hat es auch was sogar.

00:15:18: Ich möchte unbedingt die Übersetzer und Übersetzerinnen nachreichen.

00:15:21: Nämlich bei Matthias Den, den ich wohl vergessen habe, ist es Andreas Ecke, der den Romanen sehr schön aus dem niederländischen übersetzt hat.

00:15:30: Wenn ich sage, sehr schön heißt es, einfach wir als Deutsche Leser kriegen einen sehr guten deutschen literarischen Text.

00:15:36: Und bei unserer Mariana Travasio ist es aus dem argentinischen Spanisch von Kirsten Brandt.

00:15:45: Das Buch ist übrigens schon im Jahr zwei Tausend Sechzehn erschienen und erstaunlicherweise liegen geblieben.

00:15:51: Irgend so ein Zufall, den wir nicht so richtig zusammenkriegen, oder?

00:15:55: Es ist schwierig, das im Nachhinein zu rekonstruieren.

00:15:58: Man kann aber bei dieser Gelegenheit eben den Pentagon-Verlag in Bielefeld loben, der dieses Wagner-Sommeraufsicht genommen hat.

00:16:04: der ja überhaupt interessante Kriminalliteratur aus aller Welt, nicht nur deutschsprachig, eben auch spanischsprachig, aber auch englischsprachig, immer wieder an Land zieht und damit einen Mut hat, den viele größere Verlage sich deutlich finanziell besser leisten könnten.

00:16:18: Also wir haben das ja auch im vergangenen Jahr, ich erinnere mich daran, dass wir da außergewöhnlich engagierte, auch kleinere Verlage hatten, die solche Sachen machen, weil das einen persönlichen Touche.

00:16:31: hat der einer persönlichen Wahl entspringt.

00:16:34: Und auch hier bei dieser Ausgabe, bei diesem Roman von Mariana Travacio, da haben wir einen Nachwort von Jochen König und er stellt das in eine, ich fand das nicht dumm, wenn es auch natürlich literarisch sehr weit hochgezogen ist.

00:16:49: mit Rulfo,

00:16:50: dem großen

00:16:51: Mexikaner Juan Rulfo, der eigentlich, das wissen nicht alle, der eigentliche Begründer des magischen Realismus ist und wird auch in Lateinamerika so anerkannt, nicht Gasia Marquez ist der Begründer, sondern Gasia Marquez hat bei Rulfo gelernt, der nur einen kleinen Roman und eine kleine Sammlung Erzählungen geschrieben hat zu seinen Lebzeiten veröffentlicht.

00:17:13: Und das ist eben Pedro Paramo, ist dieser Roman, der unter Toten spielt.

00:17:18: Und mit dem Roman vergleicht unser Nachwortschreiber Jochen König diesen Roman einen Mann namens Loprette.

00:17:26: Ich fand das schon ein interessanten Hinweis, aber eher wegen etwas atmosphärischem, etwas kargendüsteren.

00:17:35: Du glaube ich warst der Ansicht, dass das auch ein bisschen hochgegriffen ist, ne?

00:17:39: Ja, mich überzeugt es nicht so.

00:17:40: Wir können über magische Realismus vielleicht gleich beim nächsten Buch nochmal reden, wo mir das Prädikat oder das Etikett besser gefallen würde, auch wenn es ja insgesamt so verschlissen ist, dass man es eigentlich nicht nochmal auftragen sollte, sondern lieber nach Worten suchen, die das Verfahren sowohl von der Travastio, aber eben auch von dem Buch, mit dem wir uns als Nächstes beschäftigen werden, exakter beschreibt.

00:18:02: Noch eine Sache zu einem Mann namens Loprette.

00:18:05: Ich tue mich oft schwer, wenn ich zu große Unbestimmtheit habe, wo man das Gefühl hat, die wussten es nicht genauer oder die haben nicht die Fähigkeiten.

00:18:15: Es ist eine große Kunst auf eine Weise unbestimmt zu sein wie sie, um tatsächlich ... Ich will nicht sagen Cormac McCarthy Haft, aber du weißt in welche Richtung ich gehe, wo wir auch sehr viele leere Landschaft

00:18:27: haben.

00:18:28: Ich fand das doch schon sehr stark diese Art von Verdichtung und es zeigt mir eine hochversierte Kurzgeschichtenautorin, die weiß, was jede Seite wiegt.

00:18:39: Ja, das stimme ich dir unbedingt zu.

00:18:41: Das hat auch nicht dieses Endzeithafte wie bei Cormac McCarthy, wo man dann auch manchmal das Gefühl hat, die Welt sei jetzt kunstverlehr geräumt worden, um dann die apokalyptischen Reiter auftreten zu lassen.

00:18:53: Das ist sehr präzise gearbeitet und eben trotz des Deridat-Zitats, was mich so misstrauisch gemacht hatte, ist es so frei von Prätenzionen, frei von Verschnarkelungen, die so was oft mit sich bringt, die so eine Kunstsprache hervorbringen, die bei McCarthy manchmal so etwas wie so ein etwas penetrantes Parfum sich auch ausbreitete.

00:19:14: Sie ist viel arbeitet, viel minimalistischer.

00:19:17: McCarthy hat für dieses Buch hier vierhundertzeiten gebraucht und nicht hunderttwanzig.

00:19:21: Das ist natürlich ein interessanter Aspekt.

00:19:23: Wir bewundern ja beide McCarthy, aber was natürlich nicht ausbleibt, ist, dass einer im Laufe seiner fünfzig, sechzig Jahre schreiben, auch sozusagen seine eigenen Kult mitbedienen muss.

00:19:36: Und es gibt ja einige sehr frühe Bücher von ihm, wo ich fand, dass die Länge gerechtfertigt war.

00:19:41: Später war er dann, wie Marias wahrscheinlich auch, ein wunderbarer Autor.

00:19:46: Aber am Ende konnte Marias auch fünfhundert Seiten schreiben, wo es vierhundert getan hätten.

00:19:54: Und das ist dann auch vielleicht der Fluch des eigenen tollen Stils.

00:19:59: Ja, das ist bei, wir haben das ja auch letztendlich, glaube ich, auch schon erörtert, es scheint so etwas wie so ein Gardermaß für Kriminalromane zu geben, das nicht bei vierhundert Seiten.

00:20:07: Und mir erschließt sich das nicht, warum das so sein muss, ob das kalkulatorische Gründer hat, aber man ist eben mit diesen hundertzwanzig Seiten so dankbar, weil sie eben so viel geben, was die meisten Leute auf achthundert nicht zustande brechen.

00:20:20: Und Länge ist jetzt nicht ein absolutes Kriterium, aber Länge hat ja was damit zu tun.

00:20:25: oder auch die kurze Darstellung mit Dichte, mit Verdichtung, was du angesprochen hast.

00:20:30: Und wenn es gelingt, eine Geschichte wirklich so dicht zu machen, dann kann das jederzeit konkurrieren mit dem epischen Ausgreifen.

00:20:38: Ja, finde ich absolut richtig.

00:20:41: Wir haben uns ein bisschen beeilt, damit wir jetzt Platz haben für einen Autor, lieber Peter.

00:20:47: der dir besonders am Herzen liegt.

00:20:49: und du darfst jetzt auch ein bisschen ausgreifen, weil das Archiv mir erzählt hat, abgesehen von deinen Geschichten, die du mir vor Jahren schon erzählt hast.

00:20:57: Das Archiv hat mir erzählt, wie weit zurück deine Beschäftigung mit diesem Autor Jerome Charin geht, ein Herr, Jahrgang, siebenunddreißig, der geht auf die Neunzig zu, ist noch da

00:21:08: und schreibt

00:21:09: und hat viele, viele Romane geschrieben.

00:21:12: Und ich finde jetzt toll, Peter, wenn du ihn erst einmal, bevor wir auf das neue Buch eingehen, ein bisschen als Typen vorstellst, was ist sein literarisches Universum?

00:21:22: und du hast ihn ja auch kennengelernt.

00:21:24: Wir haben uns kennengelernt, weil er ein tolles Buch über Kino geschrieben hat.

00:21:27: In den neunziger Jahren, daraufhin habe ich ihn in Paris besucht, weil ich dieses Buch so fantastisch fand.

00:21:31: Movieland heißt das im Übrigen.

00:21:34: Und damals lebt er in Paris und New York.

00:21:37: Er ist ein Kind der Bronx.

00:21:39: Wir sind auch mal zusammen in die Bronx gefahren mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen in die Straßen, wo er herkommt.

00:21:44: Er kommt aus diesem jüdischen Teil der Bronx, wo heute man nicht seinen Fuß mehr hinsetzen kann, wenn man nicht lebensmüder ist.

00:21:52: Und hierherum ist ein etwas... vergrübelter, aber dann gleichzeitig vor Erzähl, Witz und völlig sprudelner Mensch, der auch ein großer Ethnograph von New York ist.

00:22:03: Wir sind stunden durch die Lower East Side gegangen.

00:22:07: Er hat mir alles Mögliche gezeigt, die Dinge, die in seinen Romanen vorkommen, aber auch die Dinge, die ihn zu etwas inspiriert haben, was man in seinen Romanen lesen kann, was aber eine wirklich... vitale Fantasie dann auch hervorbringt.

00:22:20: Er hat sich in allen möglichen Genres auch versucht.

00:22:23: Er hat auch ein großartiges Buch, sollte man auch nicht vergessen, über Quentin Tarantino geschrieben.

00:22:29: Und unter seinen Romanen ist er gleich am bekanntesten geworden durch diese zwölfteilige Reihe um den Cop-Eiser-Axidal.

00:22:37: Der ist zu New Yorker Police Department, zum Bürgermeister, schließlich zum Präsidenten der Vereinigten Staaten bringt.

00:22:43: All diese Bücher hat der Diafanas Verlag dankenswerterweise auch noch mal aus

00:22:47: Breit fahren.

00:22:48: Peter, ich kenne nämlich die Bücher wirklich nicht und ich halte immer viel davon,

00:22:53: bei allem was man liest,

00:22:54: auch zu bekennen, wenn man etwas nicht kennt.

00:22:57: Wie glaubhaft gelingt es ihm in seiner Prosa diesen Aufstieg zum Präsidenten zu machen?

00:23:03: Kann man das noch kaufen?

00:23:04: Ja.

00:23:05: Also wir waren ja gerade beim magischen Realismus.

00:23:07: Ich mag den Begriff nicht besonders.

00:23:09: Ich würde bei Jerome Charon sagen, er schafft es eine sehr solide, reale Grundlage, nämlich seine stupende Kenntnis von New York und den Mechanismen, der Polizei, sein Bruder arbeitete, hat beim NYPD gearbeitet, das zu beschreiben und das ganze realistische durchlässig zu machen für das Fantastische.

00:23:29: So würde ich versuchen, seinen Verfahren zu beschreiben.

00:23:32: Und da gelingen einfach wunderbare Vignetten.

00:23:35: Und dass dieser Eise-Ex-Seidel, dass der tatsächlich Bürgermeister wird, die Präsidentensache, wenn du sagst, das habe ich nicht so ganz gekauft, aber der Bürgermeister, das war eine philistische Story, weil es innerhalb von New York, weil es in diesem Kosmos

00:23:50: blieb.

00:23:50: Das ist sein Kosmos.

00:23:51: Washington ist fremd.

00:23:53: Und diese Bücher haben eben auch gezeigt, wie er, man könnte sagen, erst mit allen metafikzionalen Wassern gewaschen, wenn er den Kriminalroman auf diese Weise aufbereitet.

00:24:03: Das ist nicht so für Freunde, die es schnell und hart und knackig haben wollen.

00:24:08: Ist es nicht das Richtige?

00:24:09: Er bedient das Genre, weil er die Grundzüge kennt, weil er sozusagen tragende Teile.

00:24:16: benutzt und dann baut er seine literarischen Luftschlösser.

00:24:19: Den

00:24:19: Eindruck hatte ich auch schon auf den ersten Seiten tatsächlich, dass irgendwas gerade mit dem, ich fand es interessant, dass wir bei der Argentinierin sagen, nein, kein magischer Reh, wobei auch da natürlich eine Art von Zauber existiert, aber den müsste man anders beschreiben.

00:24:35: Aber dass er tatsächlich in seiner Prosa etwas hat, er hat immer wieder das unerwartet.

00:24:41: und was ich bezaubern finde, Ich hab mal vor vielen Jahren von ihm was gelesen, aber hab vergessen, wie der Titel war.

00:24:48: Ich weiß es einfach nicht mehr.

00:24:50: Aber was ich wirklich in diesem neuen Buch,

00:24:52: Ravage and Sun,

00:24:53: wir haben es noch gar nicht genannt, Ravage

00:24:55: and Sun,

00:24:56: wir wissen uns gleich, dass noch ein bisschen näher ein Orten spielt zwischen dem Ende des neunzehnten und dem frühen zwanzigsten Jahrhundert, geht also auch historisch weit zurück, wie das ja ... Martin Scorsese auch getan hat, also man kann das dann auch mit der Geschichte dieser Stadt.

00:25:12: Aber was ich so irre finde, ist, dass er immer wieder innerhalb eines Satzes wie aus dem Handgelenk geschüttelt, ohne dass es konstruiert wirkte, wunderbare Details einpflicht, die einen im Grunde auch auf den Zehnspitzen halten, weil da ist nichts bequem, es ist einfach klasse, es lebt, es funkelt

00:25:33: geradezu, oder?

00:25:34: Es hat vor allem seine Prosa zu einer Leicht-Füßigkeit.

00:25:38: Diese Sätze, die fliegen dann so gerade zu schwerlos durch das Buch.

00:25:42: Man wird jetzt nicht lürisch werden hier, aber es ist schon so, es ist bewundernswert.

00:25:46: Und das auch hier muss man die Übersetzungen natürlich erwähnen.

00:25:50: Das erzählt sich nicht mal so leicht und erst recht übersetzt.

00:25:53: Es sieht sich nicht mal so leicht.

00:25:55: Du könntest vielleicht

00:25:56: schauen.

00:25:57: Unbedingt.

00:25:57: Ich blättere schon.

00:25:58: Es ist nämlich der Übersetzer Jürgen

00:26:00: Bürger.

00:26:01: und herausgegeben von Thomas Wörtche, der bei Soekamp ja für Krimi verantwortlich ist.

00:26:06: Also es gibt hier eine sehr versierte Übersetzung, liest sich wunderbar.

00:26:11: Also Ravage in Sun

00:26:12: heißt das Buch.

00:26:13: Ja,

00:26:13: ich habe viele Bücher von ihm im Original gelesen, weil vieles auch lange Jahre nicht übersetzt worden ist und habe, glaube ich, so ... Mir das erhört.

00:26:21: Also ich hab seinen Gespür für den Sound und er hatte immer gute Erd, immer Glück mit seinen Übersetzern gehabt.

00:26:26: Ja.

00:26:27: Was du gerade meintest, das sind so Details oder was ich meinte, mit dem durchlässig werdende Realität.

00:26:33: Wir haben dann eben in der Lower East-Zeit, im jüdischen Ghetto dieser Zeit, diesen Ben Ravich, der ist ein Weisenjunge, den hat der Herausgeber einer Zeitschrift, einer jüdischen Zeitschrift nach Harvard geschickt.

00:26:44: Er ist dann aber detektiv geworden, der für reiche jüdische Geschäftsleute Untersuchung durchführt, sagen wir mal, möglichst neutral.

00:26:52: Aber das ist jetzt ein normaler Ermittler, ein bisschen vielleicht neben der Spur.

00:26:57: Aber das Tolle ist die Menschlinie begegnet.

00:26:59: Also irgendwann läuft ihm dann der The Real Henry James, der Schriftsteller über den Weg.

00:27:05: Wir haben dann eine von allen verehrte, kniefällig verehrte Schauspielerin, die auf jedes den Hamlet spielt.

00:27:12: Und zwar nicht nur ein Stück so eine.

00:27:13: Sie selbst spielt den Hamlet.

00:27:15: Wunderbare Idee.

00:27:17: genauso wie ein Gangster, ein ganz übler Finger, der aber einen Hut trägt auf dem Kanarienvögel sitzen und singen.

00:27:26: Und mit dem macht er die guten Dinge, aber auch seine schrecklichen Geschäfte, die führt er eben auch mit diesen singenden Kanarienvögeln auf dem Hut durch.

00:27:33: Und man kann ja sagen, kauft man das?

00:27:36: Und ich würde sagen, wenn man das liest, wie das eingebettet ist, wie das entwickelt ist, dann findet man das selbstverständlich zur Welt.

00:27:42: Und gerade bei dieser Figur, die du nanntest?

00:27:44: Gerade bei dieser Figur, wir begleiten ja diesen Menschen beim Gang durch die

00:27:48: Stadt sozusagen,

00:27:49: wie er Leute besucht, wie wer mal spricht, die Figur ist glaubhaft.

00:27:55: Dieser Typ, den glauben wir, der gehört in diese Zeit und es gelingt ihm tatsächlich auch ganz gut ins späte neunzehnte Jahrhundert zu gehen.

00:28:04: Das ist ja auch nicht so einfach.

00:28:06: Es genügt ja nicht einfach nur eine alte Straßenbahn oder, wenn es das noch nicht gab, ein Pferdekarren dahin zu setzen, sondern man muss ja schon ein bisschen mehr tun, abgesehen von der sehr genauen Ortskenntnis.

00:28:15: Also das fand ich auch sehr überzeugend.

00:28:17: Und ich dachte auch, dass ich ihn gelesen habe, ist wirklich sehr lange her.

00:28:22: Und du hast natürlich eine große Kenntnis seines Werks.

00:28:24: Aber da ist wirklich einer, der sich ein literarisches Universum gebaut

00:28:29: hat, über

00:28:30: sechzig Jahre hinweg.

00:28:32: Weißt du was über seinen Status in Amerika, immer in der Essen-Klassiker denke ich mal, in seinem Genre, aber wie sehr ist er das?

00:28:40: Ja, er ist bekannt, aber er ist nicht in dieser Weise berühmt.

00:28:45: Also alle kennen ihn, also ich kann mich erinnern, dass ich in Interviews mit Richard Ford oder mit Don Delelo über ihn gesprochen habe und allen voll des Lobes, ich würde nicht sagen, dass er ein Writerswriter ist, wie man das ja auch so oft entschuldigend anführt, aber er hat... Für Europa ist das, glaube ich, nicht kompatibel, wie wir in Mosel besagen.

00:29:03: In Frankreich war er sehr erfolgreich.

00:29:04: Er hat unter anderem so lange dort gelebt, weil man ein viel großes Herz gegenüber seinem... Polar, also sein Noir-Roman gehabt hat und das zu schätzen wusste und das hat sich nach, auf dem deutschen Markt hat sich das nicht so übertragen.

00:29:18: Also war, glaube ich, in Frankreich sogar berühmter, als er es in den Vereinigten Staaten dann war.

00:29:23: Das

00:29:23: kommt ja manchmal, die Parallele wäre pädische Heismes, die in Europa verehrt wurde, während sie in Amerika vernachlässigt war.

00:29:31: Zum Teil sogar wurden ihre Romane abgelehnt, was heute eine absolut bizarre Vorstellung ist, dass es Bücher gab von ihr, die in Amerika nicht erschienen oder sie war gezwungen einen Roman um die Seiten zu kürzen, weil die Reihe halt ein bestimmtes Format hatte.

00:29:48: und es gibt ein Fall, da kann man das sogar nachvollziehen, wie kalt sie

00:29:52: ihr eigenes Buch der

00:29:54: Seite noch untergestrichen hat,

00:29:56: um einfach

00:29:56: ein Buch in Amerika zu haben.

00:29:58: Das heißt es gibt diese der Europäischen Seele sehr nahen Autoren aus den USA.

00:30:04: die drüben einfach keine Klassiker oder überhaupt nicht diesen Ruf haben, wie sie ihn hier bei uns haben.

00:30:12: Vielleicht gehört er dazu.

00:30:13: Also ich würde ihn auch ganz gerne mit seinem früheren Bücher noch mal lesen, das war eine enorme Anregung.

00:30:18: Bevor wir jetzt weiter schreiten, lieber Peter, wollen wir mal einen schönen Auszug aus diesem Roman

00:30:23: von Jerome Charin

00:30:25: hören.

00:30:33: Präludium.

00:30:35: der seinen eigenen Schrott und Kram angehäuft hatte, ein Friedhof von Beschlägen und Schellen und Schrauben, und er musste eine blonde Katze groß wie eine Kirche beschäftigen, die mit ihren

00:30:47: Pfoten nach jedem

00:30:48: Eindringling schlagen, einen Türknopf

00:30:51: drehen

00:30:52: oder eine monströse Ratte erstarren lassen konnte, die vom Blei in seine Rohren lebte.

00:30:58: Sie hieß Chloe,

00:31:00: und sie hörte auf niemanden außer dem Chef selbst.

00:31:03: Fremde und seine Angestellten fauchte sie an, aber er musste

00:31:07: nur Chloe

00:31:09: rufen, und schon ließ sie die graue Ratte los, mit der sie gerade spielte.

00:31:14: Er hob sich über den Friedhof der Rohre und sprang ihm direkt auf den Schuhs.

00:31:20: Manchmal wurde er von ihrer ungestimmten Kraft aus dem Stuhl geschleudert, und sie klammerte sich ohne

00:31:25: ausgefahrene Krallen

00:31:27: an ihn, während sein Betriebsleiter leise

00:31:31: Lionel

00:31:31: und seine Löwin monete.

00:31:35: Aber er konnte nicht den ganzen Tag mit einer Katze verbringen.

00:31:38: Er streifte herum und jagte wie Chloe, wenn er eigentlich nach Hause zu seiner Frau hätte gehen sollen.

00:31:45: Er war Henriettas bereits überdrüssig, noch bevor sie im Tempel Immanuel heirateten.

00:31:51: Er schlief mit ihr aufgrund einer rabbinischen Vorschrift, deren Sinn sich ihm noch nie erschlossen hatte.

00:31:58: Er zog Chloe's Moschus-Duft dem von Henrietta vor.

00:32:02: Er hatte in eine Sippe einflussreicher bayerischer Kaufmannsfürsten eingeheiratet, während sein eigener Papa selbst ein Fürst andere Art war, ein Eisenwarenhändler wie Lionel, ein Immobilien-Spekulant mit kräftigen Armen,

00:32:18: dem Alter von

00:32:19: sechsundfünfzig Jahren zusammenbrach und wie ein Hund auf der Straße verendete, ohne dass ihm eine Menschenseele auch nur ein Becher Wasser angeboten hätte.

00:32:30: Leine behielt

00:32:31: das Firmenchild

00:32:32: seines Pappers Ravage & Sun, kaufte weiter Mietshäuser Untermarktpreis auf und ging in der Allen Street auf Jagd nach frischem Frauenfleisch.

00:32:43: Alles, was er fand, waren jedoch verkommende Waschbecken und verlotterte Schwestern, die ihn mit ihren geübten Handlungen nicht zu ergötzen vermochten.

00:32:53: Und wann immer er ein Bondell zerlegte und in blinde Raserei verfiel, Tauchte ein Kaufmanns Hirst mit einem Detektiv von der Marbury Street auf und schon bald herrschte im Bodell wieder Eitl Sonnenschein, auch wenn Lionel nach seinem Amoklauf Blut verschmiert war.

00:33:10: Ach, Mr.

00:33:11: Ravage.

00:33:13: Ein Gentleman wie Sie sollte sich nicht mit solchem Gesindel abgeben.

00:33:16: Diese Damen

00:33:17: haben ihre Luden.

00:33:19: Und die könnten Sie eines schönen Tages aufschlitzen.

00:33:22: Uns würden Sie nur einen üblen Berg Formulitäten hinterlassen, fänden wir sie im leichten Schauhaus.

00:33:28: Also hatte er sich von einem Silberschmied an der Backster Street eine Waffe anfertigen lassen.

00:33:33: Sie war erheblich eleganter als der Schlagstock eines Polizisten oder ein Baseballschläger.

00:33:39: Lionel Ravage besaß einen G-Stock aus Kiefernholz mit einem Wolfskopf aus poliertem Silber als Knauf.

00:33:46: Mit seinem G-Stock konnte er jedem Luden einen Scheitel ziehen und Räuber abwehren, die ihn um seine Börse mit den Miedeinnahmen erleichtern wollten.

00:33:57: Er schickte mehr als nur einen dieses Gesindels ordentlich durchgeprügelt ins jüdische Krankenhaus.

00:34:03: Leine trieb seine Mieten vorzugsweise selbst ein.

00:34:07: Auf diese Weise

00:34:08: begegnete er einer molligen Hausfrau, die mit der Miete im Rückstand war und deren Mann sich auf irgendeiner Armenstation die Lunge aus dem Leib hustete.

00:34:18: Leine

00:34:18: war nie grob.

00:34:21: Er würde niemals

00:34:21: einen Räumungsbescheid

00:34:23: an ihre Wohnungstür nagern.

00:34:25: würde sich nie der Dienste des zuständigen

00:34:27: Sheriffs bedienen.

00:34:29: Er duldete einen Mietrückstand von drei oder

00:34:31: vier Monaten.

00:34:33: Die Hausfrau startete dann in seine silberblauen Augen.

00:34:38: Er

00:34:39: trug ihr ein Gedicht

00:34:40: vor.

00:34:41: Er hatte ein Semester auf dem Amherst College studiert, bevor sein Papa ihn ins familiäre Eisenwaren Imperium zurückholte, das einen immer größeren Teil der Canard Street einnahm.

00:34:52: Alleine vermisste das Land.

00:34:55: Nicht zu sehr das College.

00:34:56: Sein feines Gespür für Abwasserkanäle und die geheimnisvolle Welt der Rohre hatte ihn zum besten Klempner von Amherst gemacht.

00:35:05: Aber er hatte gehen müssen.

00:35:07: Und jetzt, kurz vor dem Abschluss seines Bachelor of Arts in Klempnerei, trug er der Hausfrau Zeilen von Shakespeare, indem jüdisch vor, dass er über den Kunden seines Vaters aufgeschlappt hatte.

00:35:22: Und dabei übernahm Lionel alle Rollen.

00:35:25: die des Prospero im einen Moment des Kalibans im nächsten.

00:35:31: Die Hausfrau war begeistert.

00:35:33: Sie zog sich vor ihrem lyrischen Vermieter aus.

00:35:36: Und wenn eine gewisse Hausfrau schwer zu kriegen

00:35:39: war,

00:35:40: bot er ihr womöglich an, sie heimlich zu heiraten.

00:35:47: So, das war unser dritter Krimi des Jahres aus dem Jahr twenty-fünfundzwanzig.

00:35:52: Wir haben also drei Länder, drei Kulturen.

00:35:54: Kein Deutscher dabei, schade.

00:35:57: Aber Peter, du hast noch ein Specialbook mitgebracht.

00:36:00: Eine besondere Empfehlung, die gehört in unsere Reihe.

00:36:04: Also wir haben einen vierten Titel Krimi des Jahres.

00:36:07: Und das ist unsere verehrte Cut-Menschik als Illustratorin und Künstlerin.

00:36:13: Und das ist Volker Kutscher mit einem ganz ungewöhnlichen kleinen Buch.

00:36:17: Das Buch hat ungefähr den Umfang von unserem Freund Loprete.

00:36:22: Also um die Hundert und zwanzig Seiten, aber es hat vor allem eben diese in drei Echtfarben gezeichneten oder illustrierten Bilder von Kath-Menschig.

00:36:30: Das ist das dritte Buch in dieser Reihe, die sind nach Berliner Stadtteilen benannt, Moabit, Wedding.

00:36:35: Jetzt sind wir im Westend.

00:36:37: Und Volker Kutscher muss man, glaube ich, nur sehr kurz vorstellen.

00:36:40: Er hat mit Gerion Rath und Charlotte Ritter hat er so zwei Figuren geschaffen, sie sich in den letzten zehn Büchern.

00:36:47: einfach etabliert haben.

00:36:49: Und er hat das Buch in den Zyklus, den großen Zyklus der Romaner, der im vorvergangenen Jahr mit Rad abgeschlossen.

00:36:55: Und das hier könnte man so als die Coda, als den Nachspann betrachten.

00:36:59: Das Buch ist, ich muss seine literarischen Qualitäten nicht loben.

00:37:04: Ich muss auch die zeichnerischen Qualitäten von Kurt Menchik in Hummer loben.

00:37:08: Es ist ganz anders als das, was man kennt von ihm.

00:37:12: Es ist ein dialogisches Drama, spielte in den Westen.

00:37:18: In Berlin, wo wir Herrn Gerion Rath, den wir das letzte Mal in Berlin in dem Roman in einem Seniorenheim

00:37:27: erlebt

00:37:27: haben.

00:37:28: im Westend eben sehen und der bekommt Besuch.

00:37:31: Man kann

00:37:31: sagen, er hat es geschafft, weil er im Westend

00:37:33: ist.

00:37:34: Er

00:37:34: ist zurückgekommen aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, aus Amerika, müssen sich nicht grämen, sie können es ja lesen.

00:37:59: Und der befragt ihn zur Arbeitsweise der Berliner Polizei von der Weimar Republik bis in die Bundesrepublik hinein.

00:38:07: Das ist aber nicht so straight und gerade erzählt, sondern wir lesen die Abschrift von zwei C-Sächsen.

00:38:15: Also im

00:38:15: Grunde haben wir doch, wenn man so will, einen Ein Mini-Drama ohne Bühne.

00:38:19: Ja, ein

00:38:20: dialogisches Drama ist es so.

00:38:22: Aber es ist etwas verschachtelt, weil wir damals hatten wir eben noch Kassetten C-Sächsig.

00:38:27: Wir haben zwei, die Abschrift von ihnen.

00:38:29: Und sie sind aus dem Nachlass dieses Forscher des Historikers Singer von jemanden aufbereitet worden.

00:38:35: Und das hat den großen Vorteil, dass man sagt, so jetzt ist das Band zu Ende und jetzt haben wir nichts mehr.

00:38:40: Und so endet dann auch dieses Buch.

00:38:43: Und das hat einen großen Charme, weil für alle die... Rad und Charlotte kennen, dort noch ein paar lose Enden, die Volker Kutsche in den Romanen gelassen hat.

00:38:53: Die werden hier jetzt noch mal nicht wirklich erklärt, aber man erfährt etwas, was man eigentlich nach dem zehnten Band schon gerne gewusst hätte.

00:39:03: Es ist dramaturgisch sehr gut gemacht durch diese Konstellation, die ich beschrieben habe.

00:39:07: Und eben auch durch den Ton, der durch diese Abschrift, durch die Fragen eines Historikers an einen Kommissar entsteht, dass es jetzt nicht filigranste Literatur sollen.

00:39:18: Es hat den großen Vorteil, die sprechen so, wie man in so einem Interview spricht.

00:39:22: Und das hat auch eine große Kunst, das so hinzukriegen.

00:39:25: Ich

00:39:25: hatte auch das Gefühl, dass es diesem Autor jetzt Spaß macht.

00:39:29: in dieser dialogischen Form zu arbeiten, die ist ja völlig entkleidet.

00:39:33: Er muss jetzt keine Prosa-Höhnenflüge, er muss auch keine großen atmosphärischen Beschreibungen.

00:39:38: Er kann mal Dialog machen, ist doch

00:39:39: auch schön.

00:39:41: Ja, das ist ihm auch sehr gut gelungen.

00:39:42: Das ist etwas, was ich kennen vor Gerkutscher auch aus verschiedenen Interviews.

00:39:46: Der hat diese kleinen Zwischenbücher mit sehr cut-menschig immer sehr, sehr gerne gemacht.

00:39:52: Und man kann auch, wenn man so weit gehen will, weil jeder hat ja die Serie.

00:39:56: Babylon, Berlin, vermutlich eine Folge oder auch alle Folgen gesehen.

00:40:00: Man könnte auch sagen, das Ganze ist so eine visuelle Gegenwelt, die Katmenschig und Volker Kutscher in Absprache entworfen haben.

00:40:07: Es sehen eben nicht alle so aus wie in der Serie, sondern man kann sich eben auch ein anderes Bild von Rad, Charlotte Ritter und eben auch dem Berlin der frühen Jahre oder eben jetzt auch dem Westend der siebziger Jahre machen.

00:40:19: Das ist ein ganz großer Reiz, den meines Wissens auch Volker Kutscher immer sehr, sehr... gerne gemacht in Anspruch genommen

00:40:27: hat.

00:40:27: Also das wirklich das andere, den kleinen Aufschlug neben den großen epischen Welten, das war mein Gefühl auch.

00:40:35: Ich würde unbedingt noch sagen wollen, dass dieses Buch

00:40:38: so hübsch ist, so schön,

00:40:40: also jetzt buchtechnisch, herstellerisch so schön gemacht, dass man es auch unter den Baum legen kann.

00:40:48: Und wie du sagst, ist diese Sache, ich habe das nicht genau gewusst, aber ich habe es gelesen, so wie du, dieses mit den drei Farben.

00:40:55: Offenbar ist es eine Drucktechnik, die es sonst nicht so einfach gibt.

00:40:58: Das ist ein besonders klare, frische Farben.

00:41:00: Es ist also viel

00:41:02: orange und schwarz

00:41:05: und braun.

00:41:06: Und das ist ein sehr attraktives Buchobjekt.

00:41:08: Und wir wissen ja auch von Cut Manchics Instagram-Auftritt, wie sehr ihr daran liegt, auch wirklich egal welche Art Bild sie macht, ob sie jetzt malt und zeichnet oder ob sie fotografiert und gestaltet auf ihrer Instagram-Seite.

00:41:24: Es ist wahnsinnig ästhetisch.

00:41:25: Also ich gucke mir nirgendwo Tomaten an, aber ihr wohl in der Jahreszeit oder Katzen.

00:41:31: Ich bin

00:41:31: kein Katzenfoto-Kucker, aber bei ihr gucke ich mir gelegentlich Katzen an.

00:41:35: Nee, das mit den Echtfarben heißt ja, dass die gesättigt sind und dass man nicht ein bisschen weiß oder schwarz untergemischt hat, dass dann das leuchtend intensiver ist.

00:41:44: Es gilt für alle Farben, aber es geht auch in die Typografie.

00:41:47: Kat Mönchik hat auch bei der Typografie ist farbig.

00:41:50: Das ist nicht schwarz auf weiß, sondern das sind diese Echtfarben, die sich auch im Satz spiegeln.

00:41:56: Und es hat dann eben auch so ihre Entscheidung mit welcher Type da gearbeitet wird.

00:42:01: In der Galliani-Verlag lässt ihr da auch freie Hamze, ihr habt ja auch eine Reihe, meine Lieblingsbücher, die sie illustriert.

00:42:06: Und sie ist eben nicht nur Illustratoren, sondern ist auch typografisch sehr versiert und gibt diesen Bücher dann so einen ganz eigenen Spin, kann man mal sagen.

00:42:15: Also ich glaube, das ist ein schöner Jahresabschluss, auch die Weihnachtsempfehlung sozusagen.

00:42:20: Alle vier Bücher, die wir heute vorgestellt haben, sind schöne Geschenke, wenn jemand in dem Gen... sich gerne umtut.

00:42:27: und wir haben jetzt vier verschiedene Sprachen und Kulturen und eine große Bandbreite von Büchern.

00:42:33: Lieber Peter, ich danke dir sehr.

00:42:34: Ich hoffe, wir kommen irgendwann wieder zusammen zum Gespräch und natürlich wirst du weitermachen mit der Krimikolumne und ich lese es weiter mit großem Interesse.

00:42:42: Vielen Dank, Peter.

00:42:43: Gerne.

00:42:48: Matthias Dehn, die Lotzin.

00:42:51: Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke ist erschienen im Mareverlag.

00:42:54: Er hat dreihundertsechzig Seiten und kostet dreiundzwanzig Euro.

00:42:59: Mariana Travasio, ein Mann namens Loprite aus dem Spanischen von Kirsten Brandt, ist erschienen bei

00:43:05: Pendragon,

00:43:07: hat hundertzwanzig Seiten und kostet zweiundzwanzig

00:43:09: Euro.

00:43:10: Jerome Charin, Ravage & Sun aus dem Englischen von Jürgen Burger, Soekamp-Verlag, dreihundertvierunddreißig Seiten, achtzehn Euro.

00:43:20: Volker Kutscher und Kath-Menschik Westend ist erschienen bei Galliani Berlin, hat hundertzwölf Seiten und kostet dreiundzwanzig Euro.

00:43:29: Ich will hinzufügen, es ist wunderbar

00:43:31: illustriert

00:43:32: und schön gebunden.

00:43:35: Am nächsten Sonntag hören Sie im Bücher-Podcast eine Sonderfolge vom Elften Januar, zu erreichen über Apple-Podcasts bei FAZ.net und in den Apps der FAZ für Abonnenten, wie alle Episoden des Bücher-Podcasts, alle anderen Podcasts der FAZ und alle Artikel bei FAZ.net und in unseren Apps.

00:43:58: Wenn Sie noch nicht dazu

00:43:58: gehören,

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00:44:02: Monate

00:44:02: lang für einen Euro im Monat.

00:44:04: Alles weitere dazu in den Show notes.

00:44:07: In vierzehn Tagen ist dann wieder Keilspanke mit Sachbüchern dran.

00:44:11: Wir hören uns wieder, sofern Sie mögen, am ersten Februar.

00:44:15: Bis dahin, machen Sie es gut.

Über diesen Podcast

Die F.A.Z.-Redakteure Maria Wiesner, Fridtjof Küchemann, Kai Spanke und Paul Ingendaay stellen im Bücher-Podcast der F.A.Z. ausgewählte Neuerscheinungen und Klassiker der Literatur vor. Sie sprechen mit Schriftstellern, Übersetzern und anderen Experten des Literaturbetriebs und beschäftigen sich mit den Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens.
Jeden Sonntag erscheint eine neue Episode. Einmal im Monat wird ein Literaturrätsel gestellt und unter den Einsendern der richtigen Lösung ein Buch verlost. Viel Spaß beim Mitmachen!

Die E-Mail-Adresse für Anmerkungen, Nachfragen, Lob und Kritik: buecher-podcast@faz.de. Der Bücher-Podcast auf Instagram: @fazbuecher.

Alle Folgen können jederzeit hier angehört werden: https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-buecher-podcast

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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