FAZ Bücher-Podcast

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Folge 14: Schlechte Zeiten für Messeflaneure

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"Annette, ein Heldinnenepos": Was für ein Buch hat gerade den Deutschen Buchpreis gewonnen? Und wer ist seine Autorin Anne Weber? Andreas Platthaus über eine mutige Entscheidung, eine ungewohnte Lektüre – und seine Erwartungen an die "Special Edition" der Frankfurter Buchmesse. Was heißt es, wenn Malin Lindroth die Gestalt der "alten Jungfer" wieder entdeckt und neu beansprucht? Melanie Mühl hat ihr Buch "Ungebunden" gelesen. Drei Fragen an Anja Kampmann und ein Literaturrätsel komplettieren die Oktober-Folge.

Sonderfolge: Benjamin Quaderer und sein Roman „Für immer die Alpen“

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Ein Waisenkind wird Treuhänder einer Stiftungsbank in Liechtenstein, versucht, den Fürsten zu erpressen, löst schließlich mit der Weitergabe von Kundendaten einen Steuerskandal erstaunlicher Dimension aus und wird zum Staatsfeind Nummer eins: In seinem Debütroman „Für immer die Alpen“ greift Benjamin Quaderer die wahre Begebenheit auf und verwandelt sie in eine schier unglaubliche Geschichte – und zwar im selbsterfundenen Genre des Schelmen-Thrillers.

Im Frankfurter Literaturhaus hat der Liechtensteiner Schriftsteller am 9. September aus seinem Buch gelesen – und mit Jan Wiele darüber gesprochen.

„Für immer die Alpen“ von Benjamin Quaderer ist im Luchterhand Literaturverlag erschienen, hat 592 Seiten und kostet 22 Euro.

Folge 13: Bloß nicht so viel Respekt!

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Wie passen Rebecca Solnits Bücher "Unziemliches Verhalten. Wie ich Feministin wurde" und "Die Kunst, sich zu verlieren" zusammen? Welche Bücher von Nachkommen kanadischer Ureinwohner sind gerade erschienen? Was bieten die neusten Bücher über Donald Trump – von seiner Nichte, einem ehemaligen Vertrauten und einem legendären Enthüllungsreporter? Drei Fragen an Bov Bjerg, ein Literaturrätsel und ein Gedicht von Heinrich Heine runden die September-Folge des Bücher-Podcasts der F.A.Z. ab.

Sonderfolge: Michael Lentz und sein Roman „Schattenfroh“

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Am 20. August 2014 ist der Vater von Michael Lentz gestorben. In seinem Roman „Schattenfroh“ versucht der Dichter, den Verlust zu bewältigen, indem dem Verstorbenen eine Stimme verliehen, er zum Mitverfasser des Buchs gemacht wird. „Muttersterben“ von Michael Lentz, vor vielen Jahren nach dem Tod der Mutter entstanden, war radikal subjektiv und darin untröstlich, „Schattenfroh“ ist radikal suggestiv und damit zutiefst tröstlich. Ein Requiem eben.

„Das ganze Buch, kapitellos über seine mehr als tausend Seiten hinweg“, schrieb Andreas Platthaus zum Erscheinen über das Buch, sei „ein Kunststück der Tempo- und Pathosvariation, zu der eben auch das Umkippen ins Komische und dann wieder ins Tragische gehört, zeitweise innerhalb eines einzigen Satzes. Aber hinter all der Virtuosität des Schreibens und des Lesens, hinter all dem Einfalls- und Geistreichtum, dem literarischen und kunstgeschichtlichen Zitieren, Collagieren und Montieren steht als Grundantrieb des Buchs die Fassungslosigkeit angesichts des Vatertodes. Es ist ein Paradox: Aus der völligen Passivität der Verlusterfahrung ist ein gewaltiges Prosawerk entstanden, dessen Erzähler aber immer noch als ein Gehetzter auftritt, der selbst vom Tod immer wieder ereilt wird.“

Im Frankfurter Literaturhaus hat Michael Lentz am 27. November 2018 aus seinem Buch gelesen – und mit Andreas Platthaus darüber gesprochen.

„Schattenfroh“ von Michael Lentz ist im S. Fischer Verlag erschienen, hat 1008 Seiten und kostet 36 Euro.

Folge 12: Geradezu idealer Buchpreis-Stoff

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Was sagt die Longlist zum Deutschen Buchpreis über das literarische Jahr 2020 aus, was über seine Jury? Andreas Platthaus hat sie sich genauer angeschaut. Welches Buch würde Ursula Poznanski ihrem jüngeren Ich empfehlen? Die Thriller-Autorin beantwortet drei Fragen. Wie kann es sein, dass Jürgen Dahls fast fünfzig Jahre alte Essays gegen das Auto und gegen Plastik so bestürzend aktuell wirken? Kai Spanke über ein Phänomen. Wie viel der umstrittenen Kabarettistin Lisa Eckhart steckt in der Romanautorin, deren Debüt „Omama“ gerade erschienen ist? Elena Witzeck hat das Buch gelesen.

Sonderfolge: Natascha Wodin und ihr Roman „Irgendwo in diesem Dunkel“

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Die Mutter hat sich das Leben genommen, der Vater, wie sie als Zwangsarbeiter nach Deutschland gekommen, ohne zurück, nimmt seine ältere Tochter Ende der fünfziger Jahre wieder zu sich, zu den Verschleppten und Entwurzelten in einer Welt außerhalb der Welt, abseits des deutschen Städtchens. Misstrauisch beäugt und gemieden von den Deutschen, will das Mädchen doch dazugehören. Der Vater sperrt sie ein. Im Rückblick will Natascha Wodin ihn verstehen, sein Leben, das noch in der russischen Zarenzeit begonnen hat und fast das gesamte 20. Jahrhundert überspannt. Nach „Sie kam aus Mariupol“, einem literarischen Denkmal für ihre Mutter, hat die Autorin in „Irgendwo in diesem Dunkel“ über ihren Vater geschrieben. Im Frankfurter Literaturhaus hat sie am 23. Januar 2019 aus ihrem Buch gelesen – und mit Rose-Maria Gropp darüber gesprochen.

„Irgendwo in diesem Dunkel“ von Natascha Wodin ist im Rowohlt Verlag erschienen, hat 240 Seiten und kostet 20 Euro.

Folge 11: Reichsbürger wie Papa, Monster wie wir

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Wir haben Andreas Platthaus gefragt, was der Bücherherbst verspricht und was vom ersten Roman der Lyrikerin Ulrike Almut Sandig zu halten ist. Martin Schäuble erzählt, wie er auf die Idee gekommen ist, Reichsbürger zum Thema eines Jugendromans zu machen. Paula Irmschlers Antworten auf drei Fragen, ein neues Literaturrätsel und ein Gedicht komplettieren die Juli-Ausgabe.

Sonderfolge: Reinhard Kaiser-Mühlecker und sein Roman „Enteignung“

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Ein Journalist kehrt in das Dorf seiner Kindheit zurück. Er schreibt für das Provinzblatt, beginnt eine Affäre und arbeitet auf dem Hof eines Mastbauern, dem sein Land weggenommen wurde, um darauf einen Windpark zu errichten. In Reinhard Kaiser-Mühleckers siebtem Roman „Enteignung“ zieht es alle in die Kämpfe um ihr Leben, das ihnen entwendet wird. Im Frankfurter Literaturhaus hat Reinhard Kaiser-Mühlecker am 19. März 2019 aus „Enteignung“ gelesen – und mit Jan Wiele über das Buch gesprochen.

„Enteignung“ von Reinhard Kaiser-Mühlecker ist bei S. Fischer erschienen, hat 224 Seiten und kostet 21 Euro.

Folge 10: Die klassische Big-Brother-Kamera

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Raphaela Edelbauer und Philipp Tingler sprechen über den Bachmannpreis und andere Literaturveranstaltungen im Ausweichquartier Netz – aus Sicht von Autoren, Juroren und Publikum. Jan Brachmann stellt die besten Beethoven-Bücher vor: von der Bildbiografie zum Roman. Leseempfehlungen für den Sommer, ein neues Literaturrätsel und ein Gedicht komplettieren die Juni-Ausgabe.

Sonderfolge: Von Reich-Ranickis „ärgster Feindin“ zur „allerliebsten Monika“

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Als Marcel Reich-Ranicki im Dezember 1973 als Literaturchef bei der Frankfurter Allgemeinen anfangen sollte, war die Aufregung in der Redaktion groß. Mit dabei: Monika Kunz, damals zweite oder „kleine“ Sekretärin – und dem Vorgänger Reich-Ranickis so verbunden, dass sie sich vorgenommen hatte, spätestens ein halbes Jahr nach dem Amtsantritt des heute legendären Literaturkritikers, der am 18. September 2013 gestorben ist und dessen hundertsten Geburtstag wir an diesem 2. Juni feiern, zu gehen. Als Reich-Ranicki schließlich die Redaktionsleitung an Frank Schirrmacher abgab, war sie immer noch da.

„Meiner ärgsten Feindin in großer Herzlichkeit“, hatte er ihr 1976 als Widmung in eines seiner Bücher geschrieben, zwölf Jahre später in ein anderes: „Meiner allerliebsten Monika mit Gruß und Kuss, einer Umarmung und einer Verbeugung“. Wir haben mit Monika Kunz über die Jahre mit Marcel Reich-Ranicki gesprochen.

Über diesen Podcast

Im Bücher-Podcast der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht es um Neuerscheinungen und Klassiker, um Schriftsteller und um Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens.

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ

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