FAZ Bücher-Podcast

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Johann Scheerer und sein Roman „Unheimlich nah“: Erwachsenwerden mit Sicherheitspersonal

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Als sein Vater, Jan-Philipp Reemtsma, im Frühjahr 1996 entführt und mehr als einen Monat lang in einem Keller gefangen gehalten worden war, war Johann Scheerer dreizehn Jahre alt. Sein Buch „Wir sind dann wohl die Angehörigen“, erschienen 2018, erzählt von dieser Zeit. Jetzt hat der Musiker und Musikproduzent ein zweites Buch veröffentlicht, diesmal als Roman ausgezeichnet: In „Unheimlich nah“ schildert Johann Scheerer, wie die Entführung sein Leben in den Folgejahren verändert hat, eine Jugend in ständiger Begleitung von Personenschützern, mit einer ersten Band, Partys, einer Freundin, in dem Bedürfnis nach Normalität, die nur durch die Verheimlichung des Überwachtwerdens vorgetäuscht werden konnte.

Am 16. Februar hat Johann Scheerer „Unheimlich nah“ im Frankfurt Literaturhaus vorgestellt. Das Publikum hat per Video-Übertragung teilgenommen. Es moderierte Jan Wiele.

„Unheimlich nah“ von Johann Scheerer ist im Piper Verlag erschienen, hat 331 Seiten und kostet 22 Euro.

Keine Highheels, keine Diäten, keine Geduld mit Idioten

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Isabel Allendes neues Buch heißt „Was wir Frauen wollen“. Für wen spricht sie, und wen spricht sie an? Das haben wir mit unserer Kollegin Johanna Dürrholz besprochen. Ronya Othmann hat im August 2020 bei Hanser ihren Debütroman „Die Sommer“ veröffentlicht. Wir haben ihr drei Fragen über das Schreiben und Lesen gestellt.

Mit der Koralle bleibt man per Sie

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Mehr als fünfzig Bände hat Judith Schalansky in der Reihe „Naturkunden“ bei Matthes & Seitz Berlin inzwischen herausgeben, der Verlag lobt einen eigenen Preis für Nature Writing aus, und auch bei anderen Häusern finden sich vermehrt Bücher über Bäume oder Moose, Aale oder Pilze, Karst oder Schleim.

Was ist dran an diesem Trend? Ist es überhaupt nur ein Trend und nicht viel mehr? Jedenfalls ist es ein Thema, über das sich mit Begeisterung diskutieren lässt, das zeigen Judith Schalansky, Herausgeberin, Buchgestalterin und nicht zuletzt Autorin, und Solvejg Nitzke, Literaturwissenschaftlerin an der TU Dresden, die erforscht, wie Ökologie und Erzählen zusammenpassen.

Thomas Hubers Lesung von Tomas Tranströmers Gedicht „Espresso“ komplettiert diese Folge des Bücher-Podcasts.

Sehen die denn nicht, dass ich eine wandelnde Göttin bin?

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Im Oktober 2019 hat Bernardine Evaristo den Booker Prize bekommen. Den halben Booker Prize, die andere Hälfte bekam Margaret Atwood für „The Testaments“, die Fortsetzung der „Geschichte der Magd“. Jetzt ist Evaristos ausgezeichnetes Buch unter dem Titel „Mädchen, Frau etc.“ auch in deutscher Übersetzung zu haben: Anna Vollmer über die Autorin, das Buch und ihre Lektüreerfahrung.

Im Roman „Streulicht“ erzählt eine junge Frau aus dem Arbeitermillieu, mit deutschem Vater und türkischer Mutter, vom Aufwachsen, von Ausgrenzung und Abwertung. Im Oktober 2020 stand Deniz Ohde mit ihrem Debüt auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Im Kurzinterview beantwortet die Autorin drei Frage zum Schreiben und Lesen.

Ein Raum für Ada, keine Möbel für Adam

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Viele Bücher auf dem Zettel, einige auf dem Schreibtisch, ein paar auf dem Nachttisch: Andreas Platthaus, Literaturchef der F.A.Z., gibt einen Ausblick auf das Bücherfrühjahr. Ein Gespräch über große Namen wie Martin Mosebach, Christian Kracht und Ulrich Peltzer, über vielversprechende Romane von Sharon Dodua Otoo oder Jenny Offill, über Orwells Allgegenwart, Kerrs Korrespondenzen, kuriose Titel und die Lust auf Lyrik.

Deutschland ist nicht gut darin, zweite Chancen zu geben

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Homeoffice, Homeschooling, Lockdown: Haben sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern in der Corona-Krise einander angenähert? Die Soziologin Jutta Allmendinger über einen Rückfall, notwendige Schritte und ihr neues Buch. Und unser Januar-Literaturrätsel.

Sonderfolge: Paul Maar und seine Erinnerungen „Wie alles kam“

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Paul Maar, den Freunden des Kinderbuchs seit Generationen nicht nur als Erfinder des Sams bekannt, hat seine Lebenserinnerungen geschrieben – und das Buch „Roman meiner Kindheit“ genannt. Das dörfliche Leben im Krieg, die Rückkehr des Vaters, der die Kinder mitnimmt zurück in die Stadt und die Sensibilität und Zartheit des Sohns als Schwäche bekämpft, der Junge, dem seine Phantasie und Vorstellungskraft dabei helfen, sich vor der Realität zu schützen: Mit ungezwungener Wahrhaftigkeit bricht Paul Maar die heile Welt seiner Kinderbücher auf.

Am 7. Dezember war Paul Maar im Frankfurter Literaturhaus eingeladen, „Wie alles kam“ vorzustellen. Aus Gründen der Corona-Pandemie konnte der Abend leider nur als Zoom-Konferenz stattfinden. Das Publikum und auch die Gesprächspartner waren lediglich über das Internet miteinander verbunden.

Benno Hennig von Lange vom Literaturhaus Frankfurt führt in den Abend ein. Es moderiert Uwe Ebbinghaus, es musiziert Wolfgang Stute.

„Wie alles kam. Roman meiner Kindheit“ von Paul Maar ist bei S. Fischer erschienen, hat 304 Seiten und kostet 22 Euro.

Höchste Zeit, dass die Milliardärin kommt!

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Es sind zwei Theaterstücke Dürrenmatts, die den Schweizer Schriftsteller auch hundert Jahre nach seiner Geburt im Kanon der hiesigen Schullektüre halten. Auch, wer keine oder keine guten Erinnerungen an „Der Besuch der alten Dame“ oder „Die Physiker“ hat, kann jetzt eine Entdeckung machen. Ob mit der neuen siebenhundert Seiten starken Biographie von Ulrich Weber oder doch eher mit den Erzählungen von Dürrenmatt selbst, verrät Simon Strauß im Gespräch.

Folge 16: Gefühle – oh, die hab ich

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Was finden wir an und in den Gedichten der Nobelpreisträgerin Louise Glück? Wie denkt man sich eine Weihnachtsgeschichte aus? Was hat das Literaturjahr 2020 gebracht? Gespräche mit Dietmar Dath und Zsuzsa Bánk in der Dezember-Ausgabe des Bücher-Podcasts.

Über diesen Podcast

Im Bücher-Podcast der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht es um Neuerscheinungen und Klassiker, um Schriftsteller und um Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens.

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ

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