FAZ Bücher-Podcast

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Sonderfolge: Natascha Wodin und ihr Roman „Irgendwo in diesem Dunkel“

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Die Mutter hat sich das Leben genommen, der Vater, wie sie als Zwangsarbeiter nach Deutschland gekommen, ohne zurück, nimmt seine ältere Tochter Ende der fünfziger Jahre wieder zu sich, zu den Verschleppten und Entwurzelten in einer Welt außerhalb der Welt, abseits des deutschen Städtchens. Misstrauisch beäugt und gemieden von den Deutschen, will das Mädchen doch dazugehören. Der Vater sperrt sie ein. Im Rückblick will Natascha Wodin ihn verstehen, sein Leben, das noch in der russischen Zarenzeit begonnen hat und fast das gesamte 20. Jahrhundert überspannt. Nach „Sie kam aus Mariupol“, einem literarischen Denkmal für ihre Mutter, hat die Autorin in „Irgendwo in diesem Dunkel“ über ihren Vater geschrieben. Im Frankfurter Literaturhaus hat sie am 23. Januar 2019 aus ihrem Buch gelesen – und mit Rose-Maria Gropp darüber gesprochen.

„Irgendwo in diesem Dunkel“ von Natascha Wodin ist im Rowohlt Verlag erschienen, hat 240 Seiten und kostet 20 Euro.

Folge 11: Reichsbürger wie Papa, Monster wie wir

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Wir haben Andreas Platthaus gefragt, was der Bücherherbst verspricht und was vom ersten Roman der Lyrikerin Ulrike Almut Sandig zu halten ist. Martin Schäuble erzählt, wie er auf die Idee gekommen ist, Reichsbürger zum Thema eines Jugendromans zu machen. Paula Irmschlers Antworten auf drei Fragen, ein neues Literaturrätsel und ein Gedicht komplettieren die Juli-Ausgabe.

Sonderfolge: Reinhard Kaiser-Mühlecker und sein Roman „Enteignung“

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Ein Journalist kehrt in das Dorf seiner Kindheit zurück. Er schreibt für das Provinzblatt, beginnt eine Affäre und arbeitet auf dem Hof eines Mastbauern, dem sein Land weggenommen wurde, um darauf einen Windpark zu errichten. In Reinhard Kaiser-Mühleckers siebtem Roman „Enteignung“ zieht es alle in die Kämpfe um ihr Leben, das ihnen entwendet wird. Im Frankfurter Literaturhaus hat Reinhard Kaiser-Mühlecker am 19. März 2019 aus „Enteignung“ gelesen – und mit Jan Wiele über das Buch gesprochen.

„Enteignung“ von Reinhard Kaiser-Mühlecker ist bei S. Fischer erschienen, hat 224 Seiten und kostet 21 Euro.

Folge 10: Die klassische Big-Brother-Kamera

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Raphaela Edelbauer und Philipp Tingler sprechen über den Bachmannpreis und andere Literaturveranstaltungen im Ausweichquartier Netz – aus Sicht von Autoren, Juroren und Publikum. Jan Brachmann stellt die besten Beethoven-Bücher vor: von der Bildbiografie zum Roman. Leseempfehlungen für den Sommer, ein neues Literaturrätsel und ein Gedicht komplettieren die Juni-Ausgabe.

Sonderfolge: Von Reich-Ranickis „ärgster Feindin“ zur „allerliebsten Monika“

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Als Marcel Reich-Ranicki im Dezember 1973 als Literaturchef bei der Frankfurter Allgemeinen anfangen sollte, war die Aufregung in der Redaktion groß. Mit dabei: Monika Kunz, damals zweite oder „kleine“ Sekretärin – und dem Vorgänger Reich-Ranickis so verbunden, dass sie sich vorgenommen hatte, spätestens ein halbes Jahr nach dem Amtsantritt des heute legendären Literaturkritikers, der am 18. September 2013 gestorben ist und dessen hundertsten Geburtstag wir an diesem 2. Juni feiern, zu gehen. Als Reich-Ranicki schließlich die Redaktionsleitung an Frank Schirrmacher abgab, war sie immer noch da.

„Meiner ärgsten Feindin in großer Herzlichkeit“, hatte er ihr 1976 als Widmung in eines seiner Bücher geschrieben, zwölf Jahre später in ein anderes: „Meiner allerliebsten Monika mit Gruß und Kuss, einer Umarmung und einer Verbeugung“. Wir haben mit Monika Kunz über die Jahre mit Marcel Reich-Ranicki gesprochen.

Folge 9: Einen wie Coriolanus Snow übergeht man besser nicht

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Woran liegt es, dass Hilary Mantel mit ihren Bücher um Thomas Cromwell selbst Skeptiker des historischen Romans in den Bann schlägt? Andreas Platthaus schildert ein einzigartiges Zusammenspiel von Akribie und Phantasie. Was verbindet so unterschiedliche Jugendbuchautoren wie Suzanne Collins, Philip Pullman, Cornelia Funke und Stephenie Meyer, abgesehen von ihrem immensen Erfolg? Tilman Spreckelsen berichtet von einer neuen Vorgeschichte der „Tribute von Panem“, einem Rahmen für „Der Goldene Kompass“ und der „Twilight“-Geschichte aus Edwards Sicht, und er erläutert das literarische Kalkül hinter den verschiedenen Ansätzen.

Welche Bücher empfehlen Magda Birkmann, Anita Djafari, Björn Jager, Simoné Lechner und Miriam Zeh für diese Zeit? Wir haben sie gefragt. Ein neues Literaturrätsel und ein Gedicht aus der Frankfurter Anthologie komplettieren die Mai-Ausgabe des Bücher-Podcasts.

Sonderfolge: Alexander Osang und "Die Leben der Elena Silber"

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Von den ersten Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts bis in die Gegenwart, von einem Städtchen vierhundert Kilometer östlich von Moskau bis nach Mannheim entspannt sich Alexander Osangs Roman „Die Leben der Elena Silber“. Der Schriftsteller und Journalist hatte sich nach dem Tod seiner russischen Großmutter auf die Spurensuche gemacht, ursprünglich um ein Sachbuch zu schreiben, bevor er sich dann doch für einen Familienroman mit allen dichterischen Freiheiten entschloss. Im Frankfurter Literaturhaus hat Alexander Osang am 19. September aus „Die Leben der Elena Silber“ gelesen – und mit Andreas Platthaus über das Buch gesprochen.

„Die Leben der Elena Silber“ von Alexander Osang ist bei S. Fischer erschienen, hat 624 Seiten und kostet 24 Euro.

Folge 8: Spaziergänge im eigenen Kopf

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Was finden Fans und was Kritiker in Woody Allens Memoiren "Ganz nebenbei"? Was gibt es an "American Dirt" von Jeanine Cummins auszusetzen, und welche Kritik geht auch am Buch vorbei? Welche Bücher sind den Autoren Verena Güntner, Olivia Wenzel, Benjamin Maack, Birgit Birnbacher, Annette Pehnt und Ulla Lenze gerade wichtig? Antworten in der April-Ausgabe des Bücher-Podcasts.

Sonderfolge: Judith Kuckart und ihr Roman „Kein Sturm, nur Wetter“

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Kann Vorstellung das Erleben, kann eine erdachte Erinnerung das Nichterfahrene ersetzen? Und umgekehrt: Wie formt uns das, was wir vergessen zu haben scheinen? In ihrem jüngsten Roman erzählt Judith Kuckart von der emanzipatorischen Kraft des Erinnerns: Ihre Heldin sucht einen Mann, einen An- oder Abreisenden am Flughafen Tegel – egal! Nur 36 Jahre alt muss er sein, wie die anderen Männer in ihrem Leben auch, damals, vor achtzehn und vor sechsunddreißig Jahren. Sie findet Robert Sturm – und hat zwischen seinem Aufbruch und seiner Rückkehr sechs Tage Zeit, in denen sich ihr Alltag und ihre Erinnerungen verweben und einander zu erklären versuchen. Im Frankfurter Literaturhaus hat Judith Kuckart am 12. Februar aus „Kein Sturm, nur Wetter“ gelesen – und mit Lena Bopp über das Buch gesprochen.

„Kein Sturm, nur Wetter“ von Judith Kuckart ist bei DuMont erschienen, hat 224 Seiten und kostet 22 Euro.

Folge 7: Das hat den Blick auf die Welt verändert

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Bezieht die literarische Öffentlichkeit nach der Absage der Leipziger Buchmesse jetzt einfach ein Ausweichquartier bei Twitter? Was ist von "Die rechtschaffenen Mörder" zu halten, dem neuen Roman von Ingo Schulze? Welches Buch hat einmal Ihre Sicht auf die Welt verändert? Und was passiert, wenn man bekannte Schriftsteller bittet, Literatur in Einfacher Sprache zu schreiben? Antworten von Johannes Franzen, Sandra Kegel, Lucy Fricke und Hauke Hückstädt in der März-Ausgabe des Bücher-Podcasts.

Über diesen Podcast

Im Bücher-Podcast der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht es um Neuerscheinungen und Klassiker, um Schriftsteller und um Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens.

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ

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