FAZ Bücher-Podcast

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Jenny Offill und ihr Roman "Wetter": Glaubst du wirklich, du könntest die Kinder beschützen?

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Fallen bauen für den Präsidenten, fliehen vor der Klimakatastrophe: In ihrem dritten Roman "Wetter" lässt die amerikanische Schriftstellerin Jenny Offill eine wilde Bibliothekarin erzählen, wie die gesellschaftlichen Bedrohungen ihrer kleinen Familie in New York immer näher kommen. Wir haben mit Verena Lueken, lange Jahre Kulturkorrespondentin der F.A.Z. in Amerika, über das Buch und die große Kunst der Kleinigkeiten seiner Autorin gesprochen. Und mit Mithu Sanyal, deren Roman "Identitti" gerade erschienen ist, über ihr Lesen und Schreiben.

Jenny Offills Roman "Wetter" wurde übersetzt von Melanie Walz, ist im Piper Verlag erschienen, hat 222 Seiten und kostet 20 Euro.

Mithu Sanyals Roman "Identitti" ist im Hanser Verlag erschienen und kostet mit seinen 432 Seiten 22 Euro.

Jia Tolentino und ihr Essay-Band "Trick Mirror": Ein Ausweg ist auch keine Lösung

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Jia Tolentino war noch nicht erwachsen, da fand sie sich schon in einer Reality-Show wieder. Großes Thema ihrer Essays "Trick Mirror" sind Realität und Show im Internet, besonders in den sozialen Netzwerken. Ein Gespräch mit Melanie Mühl über das inszenierte Ich – und ein Gedicht von Rainer Maria Rilke, gelesen von Thomas Huber.

Norbert Gstrein und sein Roman „Der zweite Jakob“: Schuld, Scham und Abscheu

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Als seine Tochter das Manuskript der großen Biographie zum Sechzigsten des Schauspielers sieht, findet sie, es mache ihn zu einem blassen Zeitgenossen. Später fragt sie ihren Vater, was das Schlimmste sei, das er in seinem Leben getan hätte.

In „Der zweite Jakob“ lässt Norbert Gstrein diesen Schauspieler sein Lebensgeständnis ablegen: ein Roman über Schuld, Scham und Abscheu, über das Altern und die Identität.

Am 1. März hat Norbert Gstrein „Der zweite Jakob“ im Frankfurt Literaturhaus vorgestellt. Das Publikum hat per Video-Übertragung teilgenommen. Es moderierte Sandra Kegel.

„Der zweite Jakob“ von Norbert Gstrein ist im Hanser Verlag erschienen, hat 448 Seiten und kostet 25 Euro.

Bachmann-Preisträgerin Helga Schubert: Was nicht hier ist, ist nirgends

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Helga Schuberts neuer Erzählungsband „Vom Aufstehen“ wirft ein Licht nicht nur auf ein Leben, sondern auch auf eine Art, das Leben zu sehen, und auf eine Epoche. Wir haben mit der 81 Jahre alten Autorin über ihr Schreiben, ihr Leben und ihr neues Buch gesprochen. Ein neues Literaturrätsel von Tilman Spreckelsen schließt diese Folge des Bücher-Podcasts ab.

"Vom Aufstehen" von Helga Schubert ist bei dtv erschienen, hat 224 Seiten und kostet 22 Euro.

Abschreckende Schullektüre: Langeweile und Leselust, Empfindlichkeit und Ignoranz

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Sogar unter ausgemachten Bücherfreunden gibt es welche, denen die Schullektüre damals bis heute ein Buch, einen Autor oder ein ganzes Genre verleidet hat. Anderen hat sie womöglich das Lesen gleich ganz verleidet. Dabei ist die Hoffnung vieler Lehrer, das schiere Gegenteil zu erreichen. Ein Gespräch mit Julia Encke und Tobias Rüther zwischen Erinnerung und Analyse, Geständnis und Erkenntnis, abgeschlossen durch drei Fragen an die Bestseller-Autorin Alena Schröder.

Mary Shelley: Die Frau, die zweimal Science-Fiction erfunden hat

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Nicht allein, dass Mary Shelley in "Der letzte Mensch" von einer weltweiten Pandemie erzählt, der nach und nach die gesamte Menschheit zum Opfer fällt, und ihre Geschichte am Ende unseres Jahrhunderts ansiedelt, macht sie zu einer Entdeckung oder Wiederentdeckung in unserer Zeit. Dietmar Dath, selbst Science-Fiction-Autor und -Experte, dazu Feuilleton-Redakteur der F.A.Z., hat einen abschließenden Essay zur Neuübersetzung beigesteuert und mit uns über das Werk gesprochen. Robert Gernhardts Gedicht „Die Lust kommt“ aus der Frankfurter Anthologie, gelesen von Thomas Huber, schließt diese Podcast-Epidose ab.

Mary Shelleys Roman „Der letzte Mensch“ wurde von Irina Philippi übersetzt. Er ist mit einem Nachwort von Rebekka Rohleder und einem Essay von Dietmar Dath im Reclam Verlag erschienen, hat 587 Seiten, ein Lesebändchen und kostet 26 Euro.

Johann Scheerer und sein Roman „Unheimlich nah“: Erwachsenwerden mit Sicherheitspersonal

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Als sein Vater, Jan-Philipp Reemtsma, im Frühjahr 1996 entführt und mehr als einen Monat lang in einem Keller gefangen gehalten worden war, war Johann Scheerer dreizehn Jahre alt. Sein Buch „Wir sind dann wohl die Angehörigen“, erschienen 2018, erzählt von dieser Zeit. Jetzt hat der Musiker und Musikproduzent ein zweites Buch veröffentlicht, diesmal als Roman ausgezeichnet: In „Unheimlich nah“ schildert Johann Scheerer, wie die Entführung sein Leben in den Folgejahren verändert hat, eine Jugend in ständiger Begleitung von Personenschützern, mit einer ersten Band, Partys, einer Freundin, in dem Bedürfnis nach Normalität, die nur durch die Verheimlichung des Überwachtwerdens vorgetäuscht werden konnte.

Am 16. Februar hat Johann Scheerer „Unheimlich nah“ im Frankfurt Literaturhaus vorgestellt. Das Publikum hat per Video-Übertragung teilgenommen. Es moderierte Jan Wiele.

„Unheimlich nah“ von Johann Scheerer ist im Piper Verlag erschienen, hat 331 Seiten und kostet 22 Euro.

Keine Highheels, keine Diäten, keine Geduld mit Idioten

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Isabel Allendes neues Buch heißt „Was wir Frauen wollen“. Für wen spricht sie, und wen spricht sie an? Das haben wir mit unserer Kollegin Johanna Dürrholz besprochen. Ronya Othmann hat im August 2020 bei Hanser ihren Debütroman „Die Sommer“ veröffentlicht. Wir haben ihr drei Fragen über das Schreiben und Lesen gestellt.

Mit der Koralle bleibt man per Sie

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Mehr als fünfzig Bände hat Judith Schalansky in der Reihe „Naturkunden“ bei Matthes & Seitz Berlin inzwischen herausgeben, der Verlag lobt einen eigenen Preis für Nature Writing aus, und auch bei anderen Häusern finden sich vermehrt Bücher über Bäume oder Moose, Aale oder Pilze, Karst oder Schleim.

Was ist dran an diesem Trend? Ist es überhaupt nur ein Trend und nicht viel mehr? Jedenfalls ist es ein Thema, über das sich mit Begeisterung diskutieren lässt, das zeigen Judith Schalansky, Herausgeberin, Buchgestalterin und nicht zuletzt Autorin, und Solvejg Nitzke, Literaturwissenschaftlerin an der TU Dresden, die erforscht, wie Ökologie und Erzählen zusammenpassen.

Thomas Hubers Lesung von Tomas Tranströmers Gedicht „Espresso“ komplettiert diese Folge des Bücher-Podcasts.

Über diesen Podcast

Im Bücher-Podcast der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht es um Neuerscheinungen und Klassiker, um Schriftsteller und um Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens.

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ

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