Ein erster Ausblick auf den literarischen Herbst
Der kommende Bücherherbst macht die schönsten Versprechungen. Andreas Platthaus wirft einen ersten Blick auf die Highlights der Programme. Ein neues Literaturrätsel ist auch dabei.
Der kommende Bücherherbst macht die schönsten Versprechungen. Andreas Platthaus wirft einen ersten Blick auf die Highlights der Programme. Ein neues Literaturrätsel ist auch dabei.
Vor 250 Jahren wurde Rahel Varnhagen geborgen. In einer Sonderfolge aus dem Freien Deutschen Hochstift sprechen Nikolaus Gatter und Heide Volkening über die Schriftstellerin und Salonnière. Es moderiert Tilman Spreckelsen.
An einem Spätsommertag auf Martha’s Vineyard prallen Ansichten, Absichten und Erwartungen einer Familie aufeinander: Wir sprechen mit unserer Kollegin Ursula Scheer darüber, warum die frühen Fünfziger in Dorothy Wests Roman "Die Hochzeit" so verblüffend frisch wirken, und haben auch mit seiner Lektorin Maria Mair gesprochen. Drei Fragen an Jovana Reisinger, deren zweiter Roman "Spitzenreiterinnen" gerade im Verbrecher Verlag erschienen ist, beschließen diese Episode.
Ein kolonialer Mythos läuft auf Grund: In „Das Prachtboot“ berichtet der Historiker Götz Aly, wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten. Ein Gespräch über das Buch – und ein Gedicht aus der „Frankfurter Anthologie“.
Simone de Beauvoir fand, dieses Buch ihrer Freundin Violette Leduc könne man unmöglich veröffentlichen. Warum es ein Glück ist, "Thérèse und Isabelle" jetzt in vollständiger Übersetzung zu lesen.
Zwischen Kindern und Karriere soll sie die beste Balance finden, perfekt soll sie sein und selbst ihren Perfektionismus bitte noch im Griff haben: Ein Gespräch über das Buch "Das Unwohlsein der modernen Mutter" mit seiner Autorin Mareice Kaiser – und ein Gedicht von Robert Graves aus der "Frankfurter Anthologie", gelesen von Thomas Huber.
„Das Unwohlsein der modernen Mutter“ von Mareice Kaiser ist bei Rowohlt Polaris erschienen, hat 256 Seiten und kostet 16 Euro.
Ein Notfall wird zur Falle: Eine junge Frau wird von den Eltern, zu denen sie dreimal die Woche nachmittags zum Babysitten kommt, spät am Abend auf einer Party angerufen, um sich während eines Polizeibesuchs um die Zweijährige zu kümmern. Nicht zu Hause, sondern im Supermarkt drei Straßen weiter, der nach elf Uhr nachts noch geöffnet ist. Dort wird ein Wachmann auf die junge Frau mit dunkler Haut und die Kleine mit der hellen Haut auf ihrem Arm aufmerksam. Verdacht: Kindesentführung.
Kiley Reids Debütroman „Such a Fun Age“ erzählt spitz, temporeich und witzig von den Verwicklungen, die sich aus diesem Zwischenfall ergeben oder durch ihn weiter verdichten. Wir haben mit unserer Kollegin Johanna Christner über das Buch und eigene Erfahrungen mit Alltagsrassimus gesprochen. Drei Fragen über das Schreiben und Lesen an die Schriftstellerin Shida Bazyar, deren Roman „Drei Kameradinnen“ gerade erschienen ist, beschließen diese Folge des Bücher-Podcasts.
„Such a Fun Age“ von Kiley Reid wurde von Corinna Vierkant übersetzt und ist im Ullstein-Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet 22 Euro.
„Drei Kameradinnen“ von Shida Bazyar ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen, hat ebenfalls 352 Seiten und kostet auch 22 Euro.
Warum ekeln wir uns vor Schleim? Warum hat ihn die Horrorliteratur für sich entdeckt? Und was gibt es immer noch über ihn zu entdecken? Ein Gespräch mit Solvejg Nitzke und Susanne Wedlich – und ein neues Literaturrätsel.
Fallen bauen für den Präsidenten, fliehen vor der Klimakatastrophe: In ihrem dritten Roman "Wetter" lässt die amerikanische Schriftstellerin Jenny Offill eine wilde Bibliothekarin erzählen, wie die gesellschaftlichen Bedrohungen ihrer kleinen Familie in New York immer näher kommen. Wir haben mit Verena Lueken, lange Jahre Kulturkorrespondentin der F.A.Z. in Amerika, über das Buch und die große Kunst der Kleinigkeiten seiner Autorin gesprochen. Und mit Mithu Sanyal, deren Roman "Identitti" gerade erschienen ist, über ihr Lesen und Schreiben.
Jenny Offills Roman "Wetter" wurde übersetzt von Melanie Walz, ist im Piper Verlag erschienen, hat 222 Seiten und kostet 20 Euro.
Mithu Sanyals Roman "Identitti" ist im Hanser Verlag erschienen und kostet mit seinen 432 Seiten 22 Euro.
Jia Tolentino war noch nicht erwachsen, da fand sie sich schon in einer Reality-Show wieder. Großes Thema ihrer Essays "Trick Mirror" sind Realität und Show im Internet, besonders in den sozialen Netzwerken. Ein Gespräch mit Melanie Mühl über das inszenierte Ich – und ein Gedicht von Rainer Maria Rilke, gelesen von Thomas Huber.